|
Welche bildgebenden Untersuchungen gibt es?
Die moderne Röntgendiagnostik bietet:
- Röntgenbilder von Knochen und Gelenken
- Röntgenbilder von Weichteilgeweben, z.B. Lunge oder Bauchraum
- Mammographie (Röntgenbilder der weiblichen Brust)
- Phlebographie (Kontrastfüllung der Venen und anschließend digitales Röntgen)
- Angiographie (Einspritzung von Kontrastmittel in die Arterien und schnelle digitale Röntgenaufnahmen - DSA)
- Magen-Darm-Röntgen (Einfüllen oder Trinken von Kontrastmittel in Speiseröhre, Magen oder Darm und anschl. Röntgen)
- Weitere Spezialuntersuchungen (Fisteldarstellungen, Galaktographie/Milchgangsdarstellung, Sialographie/Speichelgangsdarstellung, etc.)
Computertomographie (CT):
- Röntgenschnittaufnahmen, auf viele Organe anwendbar.
- Gehirn, heute weitgehend durch die Kernspintomographie abgelöst, außer bei akuten Notfällen.
- Hals, heute weitgehend durch die Kernspintomographie abgelöst.
- Lunge/Thorax, ideal um die Lungenstruktur und die Brustorgane zu untersuchen.
- Bauchraum: Standardmethode zur Abklärung auf Veränderungen in den Bauchorganen wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren. Bei manchen Fragestellungen ist die Kernspintomographie heute bereits besser.
- Beckenorgane: heute weitgehend durch die Kernspintomographie abgelöst, insbesondere bei Frage nach Gebärmutter/Eierstöcke, Harnblase und Prostata.
- Wirbelsäule: heute weitgehend durch die Kernspintomographie abgelöst - besonders bei Bandscheibenleiden und Ischiasschmerzen - Ausnahme Knochenbrüche und degenerative Veränderungen an den Knochen.
Ultraschall (Sonographie)
- Vorteil: ohne Strahlen und billig
- Nachteil: Ultraschallwellen können Hindernisse wie Knochen oder Luftblasen nicht überwinden und werden immer schwächer, je tiefer das untersuchte Organ ist. Eignet sich daher eher für orientierende Untersuchungen an Weichteilgewebe.
- Gut bei schlanken Patienten, reicht im Bauchraum nicht tief genug bei korpulenten Patienten. Ist ergänzend zur Mammographie sehr wichtig zum Auffinden von Zysten und zu Gewebsunterscheidung bei Knoten in der Brust.
Kernspintomographie (MRT, Magnetresonanztomographie)
- Vorteil: ohne Strahlen, fast auf jedes Organ anwendbar, fantastische Bilder.
- Nachteil: dauert 15-45 Minuten, gute Geräte sind groß und sehr teuer.
- Ideales Verfahren zu Darstellung aller Gelenke, von Gehirn, Rückenmark, Weichteilgewebe, großen Blutgefäßen, Leber/Galle, Beckenorganen, Muskulatur, Tumoren, Gewebsentzündungen. Nicht geeignet derzeit für rasch bewegtes Gewebe wie Herz und Lunge.
|